Hochschwab – Griesmauerkogel (I-II) via Neuwaldegg Sattel und Gsollalm

15. Jul. 2019
Aufstieg:

Von der Gsollkehre (Parkplatz) via markiertem Wanderweg zur Gsollalm und auf den Neuwaldegg Sattel. Weiter rechtshaltend aufwärts zum Einstieg auf den Grat Richtung Griesmauerkogel.

Abstieg:

Wie Aufstieg

Bemerkung:

Exkurs: „Das brüchige Gestein der Griesmauer erfordert von ihnen beim Abstieg besondere Vorsicht. Gleich klettert voraus, Blodig mit dem Seilende in der Hand als Letzter. Einmal muss Blodig einhalten, schon denkt er an einen Sprung auf das nahe Schuttband, gibt aber dann dem „inständigen Bitten“ Lendenfelds nach, seilt sich an und steigt über die „ziemlich schwere, grifflose Stelle“ auf das Band hinab.“ (Aus die „Die ersten auf der Eisenerzer Griesmauer“ in „Der Hochschwab – Die abenteuerlichen Berichte der Erstbesteiger“, Hg. Hans Hödl)

Die „Hohe Gries-Spitze“ wurde am 3. Juni 1879 erstmals erklommen. Die Erstbesteiger waren Dr. Robert Ritter von Lendenfeld, Carl Blodig, Dr. Karl von Lederer, Josef Gleich (Führer und Bergknappe).

Gegenwart: Optimales Bergwetter; etwas windig, nicht zu heiß. Der Aufstieg zum Griesmauerkogel erfolgt ab dem Neuwaldegg Sattel meist weglos und unmarkiert. Im Gratbereich sind Steigspuren zu finden (hier weisen ein paar Steinmandl den Weg). Tw. ist der Weg steil, schrofig, erdig, rasig, brüchig, rutschig und auch ausgesetzt. Die eigentlichen Schwierigkeiten beginnen mit dem Aufschwung (durchaus ausgesetzt) zum Gipfelgrat. Provisorische Stahlseile (alt und neu) erleichtern und entschärfen die Kraxlerei (I-II), vor allem im Abstieg. Der Ausstieg aus der geisterbahnartigen, kaminartigen Rampe, die zum Gipfelgrat führt, ist recht brüchig. Der sehr schmale Gratabschnitt kurz vor dem Gipfel, kann links umgangen werden. Im letzten Aufschwung zum Gipfelkreuz liegt aktuell viel Geröll herum. Insgesamt eine Tour für schwindelfreie, trittsichere und erfahrene Liebhaber der gepflegten Schrofenkletterei. Wenn man das mag und kann, ist es eine sehr anregende Bergfahrt in stiller und wilder Felskulisse. Ein Helm ist sinnvoll.

Fotos: Vielgut

Wetter: Wechselnd, etwas Wind
GPS Daten:

GPS-Datei herunterladen