Hochschwab – Polstersattel von der Jassing aus

Exkurs:

„Kein geringerer als Erzherzog Johann hat die Sonnschien als die nach der Schneealpe schönste Alpe bezeichnet. 1470 wurde sie erstmals schriftlich genannt (zunnschenigkalbm; 1652 in den Taufmatrikeln Schunschein). Jagd und Almwirtschaft haben auf den Tragößer Almen seit jeher nebeneinander bestanden, und die unterschiedlichen Interessenlagen von Jagdherren und Bauern führten bisweilen zu Konflikten. Dann kamen noch die massenhaften Alpenwanderungen der Städter dazu.“ (Quelle: Vereinsblatt Voisthaler Nachrichten, Oktober 2014)

Charakteristik:

Das prächtige Polsterkar, eingerahmt vom markanten Ebenstein, Vorderen Polster und Hinteren Polster, ist ein begehrtes Skitourenziel. Sanfte bis steilere Hänge locken den ganzen Winter; im Spätwinter bis ins Frühjahr ein phantastisches Firngelände. Orientierungsinn ist im welligen Gelände rund um die Sonnschienalm nötig, ebenfalls um den Weg durch das Polsterkar zu finden. Vom Polstersattel bietet sich nahe der Hintere Polster als Gipfelziel an. Vom Sattel lässt sich mit einer Abfahrt in den Fenstertrog auch der Große Griesstein (Gegenanstieg) erreichen.

Ausgangspunkt:

Jassing – Parkplatz bei der Russenstraße (890 m)

Aufstieg:

Über die Russenstraße (diverse Abkürzer durch den Wald möglich) zur Sonnschienhütte und weiter in nordöstlicher Richtung in den Murmelboden (flacher Talboden – etwas Orientierungsinn für die Einfahrt in den Murmelboden nötig). Aus dem Murmelboden beliebig über steilere Hänge in das Polsterkar und weiter auf den Polstersattel.

Variante: Vom Polstersattel erreicht man in östlicher Richtung bald den Gipfel des Hinteren Polster (2.057 m).

Abfahrt:

Vom Polstersattel beliebig über das Polsterkar in den Murmelboden und zurück zur Sonnschienhütte (leichter Gegenanstieg) und über die Russenstraße zum Ausgangspunkt.

Anreise mit PKW:

Via S 6 nach Bruck a. d. Mur und weiter nach Tragöß in die Jassing (gebührenpflichtiger Parkplatz – mitunter Schneeketten erforderlich)