Terzer Göller (1.729 m) – Göller (1.766 m) via Lahnsattel

Exkurs:

Über die Südflanken des Göllers, Tourengehen im Lichte der Zeit: „(…) Die Befahrung kann nur dem erfahrenen Skiläufer angeraten werden, da das Betreten der Hänge des Lawinengrabens, der gegen die Ortschaft Lahnsattel zieht, streng vermieden werden muß.“(Quelle: “Winterführer durch die Mariazeller Berge”, Dr. L. Häuser, 1946)

Ins kollektive Gedächtnis des Örtchens Lahnsattel hat sich das Lawinenunglück vom 18. Jänner 1878 gegraben. Damals fuhr eine 150 Meter breite Lawine vom Göller aus der Eisgrube durch den Lahngraben nieder, die 13 Menschen in den Tod riss. Das am Sattel gelegene Gasthaus Höchbauernhaus wurde dabei völlig ausradiert und verschwand spurlos in den Schneemassen. Ein Gedenkstätte erinnert heute noch an das Ereignis.

Charakteristik:

Die Skitour über den Südrücken zum Terzer Göller ist auch bei Schlechtwetter zu machen. In die Eisgrube nur bei sicheren Verhältnissen (klassische Firnabfahrt) einfahren! Zu beachten ist auch das Widlschutzgebiet (Hinweistafeln! Nicht betreten!) beim Aufstieg.

Insgesamt ein sehr gesuchter Skiberg, der einige Abfahrten nach Norden und Süden parat hält. Bei schönem Wetter, eine wunderbare Aussicht am Gipfel.

Ausgangspunkt:

Lahnsattel Parkplatz an der Lahnsattelstraße bei der Einmündung des Lahngrabens. Oder 2. Parkplatz etwas oberhalb.

Aufstieg:

Vom Parkplatz in nördlicher Richtung in den Lahngraben und bald linkshaltend auf den Kamm zum Terzer Göller (gegen Ende steiler). Von dort weiter auf dem flachen Verbindungskamm zum Göller.

Abfahrt:

Wie Aufstieg

Variante Eisgrube: Von allen Seiten zwischen Terzer Göller und Göller beliebig direkt in die Eisgrube (anfangs steil) und ab in den Lahngraben (unten verwachsen)

Anreise mit PKW:

Aus Richtung Graz oder Wien kommend via S6 nach Mürzzuschlag und weiter nach Neuberg. a. d. Mürz, Mürzsteg, Frein a. d. Mürz und auf den Lahnsattel.