Hinteralm – Spielkogel (1.599 m) von Scheiterboden, Alplgraben

Exkurs:

Der Mürzer Skichronist Theodor Hüttenegger über die Hinteralm:

„Läge die Hinteralm in der Schweiz, stünde längst ein großes Hotel dort und sängen alle Fremdenverkehrs-Prospekte ihr Loblied. In Österreich jedoch schert sich kein Mensch um sie (…)“, zitiert Hüttenegger einen weitgereisten Skiläufer.

Was macht den Reiz der Alm aus? „Ausmachen tut es der harmonische Zusammenklang von Gruben und Kuppen, von Gipfeln und Dolinen, von Hochwald und Matten, zusammengedrängt auf engem Raume.“

Zielgruppe? „Die Hinteralm ist das Dorado der Genießer, die ohne Strapazen sich an den Schönheiten der Natur laben wollen, der Veteranen, die jenseits von Sturm und Drang gelandet sind und im sicheren Hüttenbereiche ihre Doppelspur ziehen und der Skibabies, die ihre ersten Schritte in das Gebirge lenken. Und es gibt keinen anderen Berg, der eine solche Vielfalt an Geländeunterschieden bietet als sie: neben ebenen Matten sind Hänge bis 45 Grad Neigung, neben weiten Talfurchen gefährliche Schründe und Schroffen. Und wenn es stürmt, kann man in tiefen Dolinen friedlich seine Bögen zirkeln. Und was besonders wertvoll:  Zugang und Abfahrt sind zu jeder Stunde möglich(…).“

Wermutstropfen! „Von den 30 Hütten sind vier als öffentliche Skihütten ausgebaut (…)“. Aktuell gibt es keine offiziell bewirtschaftete Hütte.

(Quelle: “Wintersport-Führer durch das Mürztal”, Band II, Theodor Hüttenegger, um 1947)

„Ich habe Mürzzuschlag geliebt, die wunderschönen Skitouren auf der Hinteralm und Schneealm, die weißen Winternächte – alles vorbei, eine immerwährende  traurige Sehnsucht ist geblieben.“ (Quelle: „Zwei Tage Zeit. Flucht, Vertreibung und die Spuren jüdischen Lebens in Mürzzuschlag.“ Hrsg. v. Heimo Gruber und Heimo Halbrainer; Clio 1998)

Charakteristik:

Siehe Exkurs

Ausgangspunkt:

Vom Scheiterboden (Parkplatz) aus

Aufstieg:

Zur Forststraße via Jagdhaus und weiter anfangs auf der Forststraße flach in den Alplgraben und weiter auf der Forststraße (Abkürzungen über markierten Wanderweg möglich) auf die Hinteralm, weiter (markiert) im Bereich entlang der Klobenwände zum Spielkogel (1.599 m).

Variante: Aufstieg von Frein a. d. Mürz aus, bei der Brücke über die Mürz beim südlichen Ortsende von Frein, über den markierten Wanderweg (länger – ca, 3 Stunden) Richtung Roßkogel und Hinteralm. Abfahrt wie Aufstieg.

Abfahrt:

Im Bereich des Aufstiegs. Bei guter Schneelage über div. Schläge (u. a. vom Hochalpl)

Anreise mit PKW:

Aus Richtung Wien oder Graz kommend: Über die S6 nach Mürzzuschlag. Bis Kreisverkehr bei Eisenbahnbrücke und Abzweigung Mariazeller Straße Richtung Neuberg a. d. Mürz und weiter nach Mürzsteg. In Mürzsteg Abzweigung nach Frein a. d. Mürz, bis zum Parkplatz in Scheiterboden (vor der 2. Brücke über die Mürz)